
Wenn das Wörtchen wenn nicht wär ...
Wenn der Chef anders wäre. Wenn die Kollegin weniger dominant wäre. Wenn der Partner endlich verstehen würde. Manchmal stimmt das sogar. Die Frage ist nur: Was machst du in der Zwischenzeit?



Wenn der Chef anders wäre. Wenn die Kollegin weniger dominant wäre. Wenn der Partner endlich verstehen würde. Manchmal stimmt das sogar. Die Frage ist nur: Was machst du in der Zwischenzeit?

Du willst, dass es für alle passt. Und stellst dich dabei immer wieder hinten an. Das kostet dich Energie. Jeden Tag. Und macht am Ende kaum einen Unterschied. Denn die meisten schauen viel weniger hin, als du denkst. Was wäre, wenn du genau deshalb anfängst, es so zu machen, wie es für dich passt?

Nach außen souverän. Aber sobald du allein bist, fragst du dich, warum du im entscheidenden Moment wieder den Mund gehalten hast. Und wann das endlich aufhört.

Du merkst sofort, wenn etwas nicht passt. Und gehst trotzdem mit. Du passt dich an, damit es ruhig bleibt. Und wirst genau dadurch unsichtbar. Wie ein Chamäleon. Im Moment funktioniert das. Langfristig bleibst du unsichtbar. Denn wer sich zeigt, wird gesehen. Was wäre, wenn du genau in diesen Momenten den Unterschied machst – und dich zeigst?

Du willst klar sein. Und machst dich mit deinen Worten klein. Nicht absichtlich. Sondern aus Gewohnheit. Weichmacher klingen nett. Und nehmen dir Wirkung. Was passiert, wenn du sagst, was du meinst – ohne Watte?

Du wartest, dass es besser wird. Und nennst es Geduld. Im Job. Privat. Du sagst nichts. Und hoffst, dass andere verstehen, was du meinst. Tun sie nicht. Denn du überlässt ihnen die Entscheidung, ob sich etwas ändert. Was wäre, wenn du aufhörst zu warten – und sagst, was Sache ist?
Du willst Klartext.
Dann lass uns sprechen.
Nicht irgendwann.
Sondern jetzt.
